Dominik

Die Todesstrafe. Ein fast eingetragenes Markenzeichen der USA. Auch für Demokraten.

In Intelligent., Kritisch. on 26. Juni 2008 at 6:12 Uhr vormittags

Barack Obama, mein Wunschamerikapräsident, spricht sich für die Todesstrafe von pädophilen Gewalttätern aus. Das oberste US-Gericht hat erst gestern diese Höchststrafe für solche Menschen verboten. Und auch Johnny McCain stimmt hier mit Obama überein.

Ich frage mich immer noch, warum man die Todesstrafe braucht. Sollen sie doch in ihrer Zelle dahinsiechen und irgendwann, nach Jahrzehnten hinter Gittern sterben. Das sehe ich als viel größere Strafe an. Die Todesstrafe nimmt einem zwar das Leben, aber auch die Bürde, mit der begangenen Tat leben zu müssen. Und dann überrascht es mich, wenn mir nahestehende Menschen plötzlich auch für Täter wie Josef Fritzl oder Prikopil (hätte er nicht Suizid begangen) die Todesstrafe fordern. Dabei übersehen wir, dass die Todesstrafe eine Strafe in Entwicklungsländern ist. Alle halbwegs zivilisierten Länder, mit Ausnahme der USA, haben schon andere Wege gefunden, um für Recht und Ordnung zu sorgen.

Aber für die USA ist die Todesstrafe unbedingt nötig. Für wenige Jahre in den Siebzigern wurde sie abgeschafft, Menschen, die auf die Vollstreckung warteten, wurden in normale Zellen gesteckt. Und das ist auch ein Grund, warum Charles Manson, seines Zeichens Massenmörder, immer noch in seine Zelle ist.

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