Regierungskrise hin oder her. Die Bundesregierung versinkt in Lächerlichkeit und die SPÖ zieht plötzlich ganz andere Seiten auf.
Als Bundeskanzler Gusenbauer den Posten als Parteichef abgeben musste, und ihn Bundesminister Faymann nachfolgte, meinte die ÖVP, dass die Sozialdemokraten nun regierungsunfähig wären. Eine Woche später wandert Bundesminister Platter (VP) in die Landesregierung von Tirol und nun muss auch die Volkspartei umbauen.
Viele unwichtige SP-Kommunalpolitiker haben ihren Unmut über die Doppelführung der SPÖ geäußert, doch zumindest die beiden glauben an eine erfolgreiche Arbeit. Doch mit ihrer Aussendung gestern haben sie wohl einen riesig großen Fehler gemacht.
Ausgerechnet an den Herausgeber der Kronen Zeitung (Dichand) schickten sie nun ihre Kehrtwende in der EU-Politik. Bis vorgestern waren sie immer noch der Meinung, dass die Ratifizierung des EU-Vertrages richtig war, und man nicht das Volk abstimmen lassen sollte. Und ich stimme ihnen dabei auch zu. Jetzt haben die beiden, Gusenbauer und Faymann angekündigt, dass bei Abänderungen des Vertrages von Lissabon nun auch in Österreich das Volk gefragt wird. Ein Kniefall vor der Boulevard-Presse.
Lächerlich. Armselig. Schwach. Populismus steht ihnen einfach nicht, liebe (aktuelle) österreichische Sozialdemokratie.

